Berufsorientierung

Auto-Schrauberaktion mit Jungs der Adalbert-StifterMittelschule

Seit Mai letzten Jahres machten sich sechs Jungs der AST einmal pro Woche auf den Weg zur Kfz-Werkstatt Kroack in Pautzfeld. Dort arbeiten sie unter realen Bedingungen in der Werkstatt an einem alten Peugeot 205 und probten so den Arbeitsalltag in Vorbereitung auf ihre spätere Ausbildung.

Neben dem Spaß an der handwerklichen Arbeit lag der Sinn für die Jugendlichen darin, noch während ihrer Schulzeit die realen Abläufe und Tätigkeiten einer Kfz-Werkstatt ohne dem Beisein von Lehrern und Sozialpädagogen vor Ort zu erfahren. Oft dürfen Praktikanten der Mittelschulen wegen der immer komplexer werdenden Arbeitsabläufe in den Betrieben in den Praktika, die sie absolvieren müssen, nur noch kleinere Arbeiten eigenständig ausführen oder ihnen bleibt nur die Rolle des Zuschauers. Daher waren sich die Organisatoren des Projekts, Jugendsozialarbeiter Jürgen Findeiß, Konrektor Martin Horn und Kfz-Mechatroniker-Meister Rüdiger Kroack, sich sehr schnell einig darüber, dass die Grundlage dieses Projekts ein Übungsauto sein sollte, an dem die Schüler viele Arbeitsabläufe selbst erfahren konnten. Die Jugendlichen mussten sich mit schriftlichen Unterlagen „wie in echt" für die Aktion bewerben und wurden anschließend zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Sie konnten Urlaubsanträge stellen und mussten sich bei Krankheit abmelden. Bei unentschuldigten Fehltagen gibt es `Ansagen` oder Abmahnungen. In den folgenden Wochen wurden die Bremsanlage einschließlich der Bremsleitungen erneuert, eine neue Tür lackiert und eingebaut und diverse Reparaturen im Bereich des Motors durchgeführt. Eingeübt wurden Teamarbeit, das Austragen von Konflikten und die Notwendigkeit Arbeitsabläufe schon im Vorfeld zu erkennen und rechtzeitig vorzubereiten. Besonders stolz waren alle Beteiligten, als die Jungs mit ihrem Auto beim TÜV vorfuhren und der Prüfingenieur ihnen eine tadellose Arbeit bescheinigte.

 

Schüler vernetzen Klassenzimmer

In Zusammenarbeit mit der Firma Elektro- und Gebäudesysteme Kaiser und unterstützt durch die EDV-Abteilung der Stadt Forchheim wurden von Schülern der Arbeitsgemeinschaft Informatik der Adalbert-Stifter Mittelschule vier Klassenzimmer vernetzt und so an das Internet angeschlossen. Die zehn Teilnehmer, neun Jungs und ein Mädchen, arbeiteten unter realen Bedingungen und probten so den Arbeitsalltag in Vorbereitung auf ihre spätere Ausbildung. Neben dem Spaß an der handwerklichen Arbeit lag der Sinn der Aktion vor allem darin, dass die Jugendlichen noch während ihrer Schulzeit die realen Abläufe und Tätigkeiten eines Elektrikers erfahren können. Die Organisatoren des Projekts, Herr Peter Kaiser und Konrektor Martin Horn waren sich sehr schnell einig darüber, dass die Grundlage dieses Projekts das selbständige Arbeiten der Schüler unter Anleitung eines erfahrenen Elektrikers sein sollte. Dabei zeigte Herr Sebastian Waha von der Firma Kaiser, dass er neben seinen beruflichen Grundlagen auch über pädagogisches Geschick und Einfühlungsvermögen verfügt. Gleichzeitig sollte dieses Projekt auch einen Beitrag zur Verbesserung der Unterrichtssituation an der AST leisten. Moderner Unterricht bezieht immer verschiedene Medien zur Informationsgewinnung mit ein. Dies war wegen der fehlenden Anbindung der Klassenzimmer an das Internet und auch wegen der fehlenden Steckdosen in den Räumen nicht möglich. Mit Hilfe der Raumpläne wurde von den Schülern ein kostengünstiges Vernetzungskonzept erstellt, das unter anderem auch die Verwendung eines Lichtwellenleiters zur Überbrückung einer längeren Strecke vorsah. In den folgenden Wochen wurden Wandschlitze geschlagen, Kabelkanäle verlegt, Netzkabel gezogen und Netzwerkdosen angeschlossen.

Neben den speziellen Tätigkeiten eines Elektrikers Fachbereich Energie- und Gebäudetechnik stellte die Arbeitsplanung die Schüler auch vor neue Herausforderungen: Arbeitsabläufe mussten im Vorfeld durchdacht werden, mögliche Probleme einkalkuliert und rechtzeitig gelöst werden. Besonders bei der Vorbereitung der einzelnen Arbeiten erkannten die Schüler schnell, wie wichtig es ist, sich gut abzusprechen und im Team zu arbeiten. Alle beteiligten Schüler erhielten am Ende des Projekts ein Zertifikat über ihre Teilnahme. Gefördert wurde das Projekt durch das Programm „Praxis an Hauptschulen" der Regierung von Oberfranken.