|
Die Schüler der Forchheimer Adalbert-Stifter-Volksschule klären in den Stück „acht. acht" über die subversiven Methoden rechtsradikaler Gruppen auf.
Forchheim - Mit der Aufführung des .Theaterstücks „acht.acht", setzten Schülerinnen und Schüler der Adalbert-Stifter-Volksschule zusammen mit dem Jugendamt der Erzdiözese Bamberg und dem Referat für. Glaubensbildung ein Zeichen gegen die zunehmende Gefahr von Rechts.
Was in anderen Ländern eine Selbstverständlichkeit ist, wird in Deutschland erst neu entdeckt. Die Rede ist dabei - wie auch bei der letzten Weltmeisterschaft im Jahr 2006 oder bei anderen großen Sportveranstaltungen — Liebe und Zugehörigkeit zum eigenen Vaterland offen zu zeigen. Wann wird das Nationalbewusstsein oder der Stolz auf das eigene Vaterland gefährlich? Was ist der Unterschied zwischen einem „gesunden" und einem „ungesunden" Nationalbewusstsein?
Es ist erschreckend und beeindruckend zugleich. Die Rede ist vom Inhalt des Theaterstückes „acht.acht", einem Theaterprojekt, dass nun Schüler der Adalbert-Stifter-Volksschule in Kooperation mit dem Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) in Bamberg und mit der Agentur „Kunstdünger", präsentiert vom Kreisjugendring Forchheim, auf die Bühne der Mensa in der Adalbert Stifter Schule brachten Jugendliche und Eltern sollen im Theaterstück über die subversiven Methoden der Jugendarbeit rechtsradikaler Gruppen aufgeklärt werden. Fotografieren dürfen wir während der Aufführung nicht. Die jugendlichen Schauspieler sollen zu ihrem eigenen Schutz anonym bleiben.
Die Jugendlichen, die meisten verkörpern im Stück Rechtsextremisten, spielen ihre Rollen erschreckend authentisch. .
Ihre Rollen sind den Jugendlichen sprichwörtlich „auf den Leib geschneidert". Es ist einfach
die ,,Macht", die immer mehr Jugendliche in den Sog der rechten Szene geraten lässt. In der rechtsextremistischen Gruppierung fühlen sich Außenseiter stark und mächtig. Dort dürfen sie glauben, zu einer besseren Menschenklasse zu gehören.
Ein Theaterstück, das „unter die Haut geht". und zum Nachdenken anregt. Die Sprüche im Stück sind von grenzenloser Brutalität und Gewaltbereitschaft gekennzeichnet.
Das Theaterstück soll ein Stück „Präventionsarbeit" leisten und die Besucher „wachrütteln". Genau dieses Ziel ist dem Regisseur Jean-Francois Drozak auf eindruckvolle Art und Weise gelungen. Wer das Stück gesehen hat, ist neu sensibilisiert; sensibilisiert für die. allgegenwärtige Gefahr aus dem rechten Lager.
ALEXANDER HITSCHEEL, Fränkischer Tag
|