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50 Jahre Adalbert-Stifter-Schule – 50 Jahre AST

50 Jahre ist die AST nun – soll man sagen „alt"? Auch wenn das Gebäude nun größtenteils seit 50 Jahren hier im Forchheimer Norden steht, bin ich mir sicher, dass man „jung" sagen muss. Die AST ist eine Schule, die jung geblieben ist, die einfach nicht alt werden wollte oder vielleicht auch nicht alt werden konnte. Zu vielfältig waren die Herausforderungen, die ihr in der Vergangenheit gestellt wurden – Herausforderungen, auf die sie höchst lebendige Antworten gab.

Vieles, was einem Besucher der AST bemerkenswert erscheint, ist hier Normalität und soll es auch sein: An der AST ist es relativ normal, dass Schülerinnen und Schüler ganztags die Schule besuchen – ca. 2/3 nutzen ein Ganztagsangebot. An der AST ist es normal, dass Menschen verschiedener Professionen zusammen den Alltag gestalten: Zusammen mit den Menschen, die man an einer Schule so erwartet – Lehrkräfte, Sekretärin, Hausmeister, Reinigungskräfte – wirken hier z. B. Erzieherinnen, Diplompädagogen, ein Fahrradmechaniker, Sportler und natürlich auch Hauswirtschafterinnen. An der AST ist es normal, dass sich Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit achten und schätzen – dadurch ist es relativ leicht möglich gewesen, Kooperationsklassen und auch eine Außenklasse einzuführen. An der AST ist es auch relativ normal, dass Menschen, die nicht direkt zur Schule gehören, sich ehrenamtlich engagieren: Als Schülerlotse, als Schülercoaches, als Lesepaten, in der Mittagsbetreuung, im Förderverein oder beim Schulfrühstück – sie arbeiten gerne dabei mit, die Lebenswelt Schule zu gestalten. An der AST ist es normal, dass Schülerinnen und Schüler sich auf unterschiedlichste Weise für andere einsetzen.  An der AST ist es normal, mit externen Partnern zusammenzuarbeiten, hier gibt es keine Scheu oder gar Konkurrenzdenken – die AST greift gerne Impulse auf und setzt sie um. Die AST weiß, dass sie davon nur profitieren kann: Wenn Schule die Kinder auf ihrem Weg ins Leben begleiten soll, dann muss sie die Kinder in ihrer Individualität annehmen und fördern – dann muss sie sich jeden Tag aufs Neue den Herausforderungen stellen und immer wieder neue, individuelle Wege gehen.

Die AST hat ihre eigene Art, mit Herausforderungen umzugehen. Vielleicht ist das der rote Faden, dass man hier Herausforderungen mit offenen Augen sieht und sie engagiert und kreativ, aber auch mit einem guten Quäntchen Gelassenheit angeht.

Dr. Cordula Haderlein, Rektorin

Aktuelle Informationen:

08.02.2012

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